Raschötz

Raschötz zwischen St. Ulrich um dem Villnößtal

Zwischen der bekannten Gemeinde St. Ulrich im Grödner Tal und dem Villnößtal befindet die Raschötz (auf Italienisch: Rasciesa, auf Ladinisch: Resciesa). Dabei handelt es sich um einen Bergrücken, auf dessen großem Gipfelplateau sich eine Hochalm mit einer Fläche von zirka 970 Hektar erstreckt.

Die Raschötz untergliedert sich in die Innerraschötz und die Außerraschötz. Die Innerraschötz befindet sich im Osten, die Außerraschötz im Westen. Ein Teil der nach Westen abfallenden Flanke gehört zur Gemeinde Lajen im Südtiroler Eisacktal.

Der höchste Punkt von Raschötz befindet sich auf der Innerraschötz auf einer Höhe von 2.303 Metern über dem Meeresspiegel. Auf der Außerraschötz wird noch eine Höhe von 2.282 Meter über dem Meeresspiegel erreicht. Das Gipfelkreuz befindet sich am höchsten Punkt der Außerraschötz und stammt von Josef Bernardi.

Beliebt ist vor allem die Raschötzalm, welche hervorragende Wanderwege bietet. Von hier aus bietet sich unter anderem ein fantastischer Blick auf die Geislergruppe, aber auch hinüber zur Seiser Alm mit den markanten Gipfeln des Lang- und Plattkofels. Bekannt und beliebt ist die Raschötzalm damit für das Rund-um-Panorama, welches sich hier bietet.

Auf der Raschötz befindet sich neben der Heilig-Kreuz-Kapelle die Raschötzhütte. Die Schutzhütte Raschötz wurde 2010 neu eröffnet (die erste Hütte wurde bereits im Jahr 1903 von der DÖAV-Sektion Gröden errichtet). Ebenfalls befinden sich auf der Raschötzalm die Cason-Schwaige (Schwaige des Hirten) und der Gasthof „Chalet Raschötz“ und die Bergstation der Raschötz-Bahn.

Die Raschötz-Bahn

Der bekannte Bergsteiger Luis Trenker und Ingo Demetz hatten die Raschötz bereits 1951/1952 mit dem Bau eines Sesselliftes erschlossen. Dieser Sessellift wurde in den Jahren 2009/2010 durch eine moderne Standseilbahn ersetzt. Seitdem bringt die am 17.09.2010 in Betrieb genommene Standseilbahn die Gäste auf die Alm. In nur acht Minuten erreicht man mit der Raschötz-Bahn von St. Ulrich aus die Bergstation, die sich auf einer Höhe von 2.200 Metern über dem Meeresspiegel befindet.

Sobald man an der Bergstation angekommen ist, kann man das sich hier bietende Panorama, für das die Raschötzalm bekannt ist, in vollen Zügen genießen und seine Blicke bis zur Marmolada und den Sellastock schweifen lassen.

In den Sommermonaten ist die Raschötz-Bahn von Ende Mai bis Oktober und in den Wintermonaten von Mitte Dezember bis Mitte April in Betrieb.

Duft des Windes – Ausstellung von Bildhauer Wilhelm Senoner

Im Jahr 2011 gab es auf der Raschötz in den Sommermonaten die Ausstellung des aus dem Grödner Tal stammenden Bildhauers Wilhelm Senoner „Duft des Windes – der Mensch in seiner Schöpfung“ zu sehen. Insgesamt wurden sieben Bronzeskulpturen mit einer Größe von je 1,7 Metern ausgestellt. Hierbei handelte es sich um den „Mann im Gegenwind“, den „Mann mit Drachen“, den „Denker“, die „Wartende Frau“, den „Mann mit der Zigarre“, der „Frau im Wind“ und den „Gehenden“.

Die großen roten bzw. bronzefarbenen Figuren zogen das Interesse der Besucher auf sich. Dabei standen die Plastiken als Rezipienten eines Naturspektakels am Rande des Existenziellen und wurden zu Metaphern menschlicher Erfahrbarkeit. Die Schöpfung wird als die der Menschen angesehen, welche sie in Beschlag genommen haben. Im Rahmen der Ausstellung „Duft des Windes wurde die Kunst zum Naturgedanken.

Wanderwege auf die Raschötz

Wer zu Fuß auf die Raschötzer Alm wandern möchte, kann einen Wanderweg von St. Ulrich aus nehmen. Entlang dieses Wanderweges befinden sich 14 holzgeschnitzte Stationen. An den Stationen befinden sich Kopien nach Vinzenz Moroder-Resciesa.

Von der Mittelstation der Seceda-Bahn, der Furnes-Station, erreicht man die Raschötzer Alm über den Wanderweg am Wildbach Cuecenes.

Der Raschötzer Wald

Unterhalb der Hochalm befindet sich der gleichnamige Raschötzer Wald, von dem ein großer Teil zum Naturpark Puez-Geisler gehört.

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