Kastelruther Törggelebrücke

Kastelruther Törggelebrücke nach Sanierung wiedereröffnet

Die Törggelebrücke versprüht einen Hauch von Nostalgie. An der damaligen Zughaltestelle von Kastelruth verbindet die Törggelebrücke das Eisacktal mit dem Schlerngebiet. Die Brücke hat bereits ein Alter von etwa 200 Jahren und war in einem schlechten Erhaltungszustand. Daher musste, weil auch tragende Holzbalken morsch waren, die Brücke einer Generalsanierung unterzogen werden.

Am 09.07.2009 wurde die Törggelebrücke in einer schlichten Feierstunde wiedereröffnet. Bei der Feierstunde war auch der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder anwesend.

Bei der Törggelebrücke, deren Inschrift 1804 auf das beachtliche Alter hinweist, handelt es sich um die größte überdachte Holzbrücke im Eissacktal und zählt zugleich zu den schönsten in diesem Gebiet. Die Törggelebrücke befindet sich drei Kilometer nördlich von Atzwang. Fährt man über die Törggelebrücke in das Schlerngebiet, gelangt man über eine enge, teils steile Straße über den Kastelruther Weiler St. Oswald und ggf. St. Vigil in die Hauptorte Seis und Kastelruth. Die Brücke wurde hauptsächlich vom Personenverkehr, aber auch von kleineren Lieferfahrzeugen genutzt.

Komplizierte Sanierung

Der Heimatpflegeverein Kastelruth und das Kuratorium für technische Kulturgüter hatten schon vor mehreren Jahren auf den schlechten Zustand der Törggelebrücke hingewiesen. Kastelruth und das Land Südtirol hatten gemeinsam die Sanierung der Brücke, bei der es sich um ein einmaliges Zimmerermeisterwerk handelt, finanziert. So stellte beispielsweise Kastelruth das Lärchenholz, das aus eigenen Waldbeständen stammt. Das Land Südtirol hatte die Zimmererkosten, die sich auf 100.000 Euro beliefen, übernommen.

Trotz der Sanierung konnte die Törggelebrücke weiterhin für den Verkehr geöffnet bleiben. Bei der Wiedereröffnung hob Luis Durnwalder die komplizierten Sanierungsarbeiten hervor. Es ist gelungen, die tragenden Teile der Törggelebrücke auszutauschen, ohne dabei die Überdachung der Brücke abzutragen.

Wer einmal den Weg über die Törggelebrücke in das Schlerngebiet wählt, kann sich den alten Kastelruther Bahnhof ansehen. Dieser Bahnhof erinnert an die „alten Zeiten“. Über die Törggelebrücke konnten die Bewohner des Schlerngebietes den damaligen Kastelruther Bahnhof erreichen, was meist beschwerlich zu Fuß geschah.

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