St. Konstantin

Die Fraktion St. Konstantin, Völs am Schlern

Sankt Konstantin im Südtiroler Schlerngebiet ist eine von insgesamt 14 Fraktionen der Gemeinde Völs am Schlern. Fährt man die Straße von Seis am Schlern kommend in Richtung Völs am Schlern, passiert man als erste Ortschaft den kleinen Weiler St. Konstatin.

St. Konstantin liegt auf einer Höhe von etwa 900 Metern über dem Meeresspiegel, hat zirka 250 Einwohner und wird auf Italienisch „San Costantino“ genannt. Ihren Namen hat die Fraktion aufgrund ihrer gleichnamigen Kirche – der St. Konstantin-Kirche – erhalten. Die Kirche wiederum wurde nach dem Kaiser Konstatin benannt.

Die meisten Besucher und Urlauber des Schlerngebietes nehmen St. Konstatin nur am Rande wahr, da durch den kleinen Ort die Hauptverkehrsstraße von Blumau im Eisacktal nach Seis bzw. Kastelruth führt. Doch wer die Gelegenheit hat, sich St. Konstantin einmal näher anzusehen, der sollte dies unbedingt tun. Auch hier gibt es einiges zu entdecken. Auch wenn sich der Tourismus im Schlerngebiet auf die drei Hauptorte Kastelruth, Seis und Völs am Schlern konzentriert, hat St. Konstantin den Fremdenverkehr in diesem heute so beliebten Feriengebiet maßgeblich mitgeprägt.

Bei St. Konstatin handelt es sich um eine Streusiedlung, dessen Höfe und Häuser über das Ortsgebiet weit verstreut sind. Während auf der einen Seite das Panorama durch den Schlern und die Santnerspitze geprägt ist, erstrecken sich auf der gegenüberliegenden Seite in Richtung Eisacktal grüne Wiesen und Wälder. Ebenso prägt hier die Schlucht des Frötschbaches einen Teil des Landschaftsbildes. Trotz der Streusiedlung, aus der St. Konstantin besteht, gibt es auch einen kleinen Ortskern, der sich bei der Kirche des Ortes, der St. Konstantin-Kirche, befindet.

Campingplatz und Urlaubsquartiere

Alle Urlaubsgäste, die im Schlerngebiet campen möchten, denen ist St. Konstatin ein Begriff. Hier befindet sich nämlich der einzige Campingplatz, den es im Schlerngebiet gibt. Der Campingplatz liegt in ruhiger Lage. Von hier aus erstrecken sich die grünen Wiesen, die ins Tal abfallen. Vis a vis, in nordöstlicher Richtung, kann man direkt auf Seis am Schlern blicken.

Der Campingplatz bietet allen Campern Komfortstellplätze mit einer Größe zwischen 90 und 120 Quadratmetern an. Die Stellplätze verfügen über einen Anschluss mit Zu- und Abwasser, Strom, Gas und Fernsehen. Besonders stolz ist der Campingplatz sicherlich darauf, dass er offiziell als Wohlfühlplatz um seine Gäste werben darf. Dieser Titel wurde dem Campingplatz „Camping Seiser Alm“ nämlich auf der Stuttgarter CMT, Europas größter Urlaubsmesse, gegeben. Seit dem Jahr 2004 wird der Campingplatz auch vom ADAC Camping- und Caravaningführer empfohlen. Besondere Beachtung sollte hier finden, dass sich „Camping Seiser Alm“ im Jahr 2011 bei dem ADAC-Führer um einen Stern verbessern konnte.

Aber nicht nur von Campern wird St. Konstantin als Urlaubsort im Schlerngebiet ausgewählt. Eine stattliche Anzahl an Hotels und Pensionen bieten ihren Gästen ein passendes Urlaubsquartier an. Urlaubsgäste schätzen hier vor allem auch die Lage des Ortes im Schlerngebiet. So ist die Seiser Almbahn in nur wenigen Kilometern erreichbar, welche die Besucher der Seiser Alm bequem auf den Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen – den Compatsch – befördert. Aber auch Seis am Schlern und Völs am Schlern sind sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem eigenen PKW sehr schnell zu erreichen. Darüber hinaus befindet sich der Golfplatz – der Golfclub Kastelruth-Seiser Alm – direkt vor der „Haustüre“ von St. Konstantin.

Dass St. Konstantin als Urlaubsort im Schlerngebiet ausgewählt wird, kommt nicht von ungefähr. Den wenigsten dürfte bekannt sein, dass der Fremdenverkehr im Schlerngebiet seine Anfänge insbesondere in diesem Ort genommen hat. Heute ist das Wort „Sommerfrische“ zwar nicht mehr gebräuchlich, doch damals bezeichnete man damit die Leute aus den Städten, die zur Sommerzeit auf dem Lande – wie hier in St. Konstantin – ihren Erholungsurlaub verbracht haben. Vor allem St. Konstantin war damals ein Vorreiter, welcher die Sommerfrischler in das Schlerngebiet gelockt hat und damit den Grundstein für den Tourismus, welcher vor allem durch die über den Brenner im Jahr 1869 eröffnete Eisenbahnlinie ermöglicht wurde, gelegt hat.

Die Kirche in St. Konstantin

Die Kirche St. Konstantin liegt direkt an der Hauptstraße von Völs nach Seis auf einem kleinen Hügel und ist aufgrund der Lage schon von weitem sichtbar. Der Hügel war schon zur Urzeit besiedelt, die Kirche wurde erstmals im Jahr 1281 erwähnt. Die Einheimischen sagen oftmals zur St. Konstantin-Kirche „Sankt Kristanzen“.

So wie sich die Kirche von St. Konstantin heute zeigt, ist sie auf einen Umbau im Jahr 1506 zurückzuführen. In diesem Jahr wurde die Kirche auf Veranlassung von Leonhard von Völs in den spätgotischen Stil umgebaut. Das Erscheinungsbild der Kirche ist eher schlicht. Als Kirchenfenster wurden Spitzbogenfenster eingebaut. Der Kirchenturm hat auf dem Tambour eine Zwiebelhaube. Auch wenn es sich bei der St. Konstantin-Kirche um eine relativ kleine bzw. zierliche Kirche handelt, sollte diese – wenn möglich – besichtigt werden. Oftmals dient die Kirche mit dem Schlernmassiv als Fotomotiv für Urlaubsgäste, aber auch für Postkarten und Werbeprospekte. Auch als Hochzeitskirche ist die Kirche St. Konstantin sehr beliebt.

Auch im Inneren ist die Kirche sehr interessant. Das Netzgewölbe und die liebevoll eingerichtete Innenausstattung lassen die Kirche zu einem besonderen Schmuckstück werden. Der Hochaltar bildet den siegreichen Kaiser Konstantin ab. Zudem ist hier das Wappen der Herren von Völs zu sehen.

Konstantiner Weiher

Im Schlerngebiet ist vor allem der Völser Weiher das Ausflugsziel Nummer eins für alle, die einen Badetag verbringen möchten. Doch St. Konstantin hat mit dem Konstantiner Weiher eher einen Geheimtipp, was den Weiher anbelangt.

Zwar handelt es sich beim Konstantiner Weiher um keinen Badesee; das Baden ist hier leider verboten. Aber die idyllische Lage inmitten der unberührten Natur, umgeben von den grünen Wäldern und die Stille, die man am Weiher erfahren kann, laden förmlich zum Verweilen ein. Daher sollte ein Besuch des Konstantiner Weihers durchaus von allen in Erwägung gezogen werden, die ein paar Stunden in Ruhe verbringen möchten. Als Tipp wird jedem Erholungssuchenden empfohlen, ein Buch auf einer der Bänke, die um den Weiher herum aufgestellt wurden, zu lesen oder auch nur die Gedanken schweifen zu lassen!

Zum Konstantiner Weiher kommt man, indem man den Weg Nr. 12A, welcher etwa 300 Meter südlich der Kirche (beim Hotel Perwanger) abzweigt, geht. Der Weg mit der Nr. 12A führt auch als Rundweg um den Konstantiner Weiher.

Der Völser Weiher liegt ebenfalls in St. Konstantin. Ebenfalls sind hier der Gflierer Weiher und der Huber Weiher zu finden.

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