Pflegerhof St. Oswald

Kräuterhof „Pfleger“ in Sankt Oswald, Kastelruth

An den Hängen des Schlerngebietes, etwas unterhalb des Hauptortes Kastelruth, befindet sich der Weiler St. Oswald. In diesem Weiler liegt auf einer Höhe von 850 Metern über dem Meeresspiegel der Kräuterhof „Pfleger“, der sich direkt an die Ruine Aichach schmiegt und weit und breit wegen seines erfolgreichen Kräuteranbaus bekannt ist.

Der Kräuterhof „Pfleger“ gilt heute als ein landwirtschaftlicher Musterbetrieb und als Aushängeschild für die alternative Landwirtschaft Südtirols. Die Düngung erfolgt nur durch den eigenen Viehbestand, der sich aus Pferden, Rinder und Geflügel zusammensetzt. Weit weg von den Abgasbelastungen in dem verkehrsarmen St. Oswald können die Kräuterpflanzen, von den Heil- bis zu den Gewürzkräutern, gut gedeihen.

Der Beginn des Kräuteranbaus

Die Anfänge des Kräuteranbaus am Pflegerhof gehen auf den Beginn der 1980er Jahre zurück. Begonnen hatte alles damit, als Martha Mulser, die Bäuerin des Pflegerhofes, einen Vortrag über Kräuteranbau besucht hatte und sich sofort für dieses Thema begeistern konnte. Sie baute zunächst die bekanntesten Kräuter auf einem kleinen Feld an und besuchte in der Folgezeit noch einige Kurse und Vorträge, auch Lehrfahrten in das Ausland waren mit dabei.

Im Laufe der Jahre wurde der Kräuteranbau mehr und mehr ausgebaut und hat heute eine Größe von etwa fünf Hektar. Von diesen fünf Hektar sind 0,7 Hektar mit Heil- und Gewürzpflanzen angebaut. Das Sortiment des Kräuteranbaus umfasst 80 verschiedene Arten an Kräutern.

Der Verkauf der Kräuter

Die Kräuter des Pflegerhofes werden sowohl auf dem Bauernmarkt von Kastelruth, als auch bei einigen Südtiroler Geschäften angeboten. Wer möchte, kann sich die Kräuter auch direkt im Internet unter: http://www.pflegerhof.com bestellen.

Im Hofladen beim Pflegerhof können die angebotenen Kräuter auch direkt käuflich erworben werden. Ein Besuch des Hofladens rentiert sich auf jeden Fall, denn die Liste der angebotenen Produkte ist lang. So wird von Einzelkräutern, Gewürzmischungen, Gewürzkräutern bis hin zu Teemischungen und Kosmetikartikeln eine reichhaltige Kräuter-Produktpalette angeboten. Die Kosmetikartikel haben selbstverständlich auch etwas mit Kräutern zu tun; beispielsweise kann man eine Arnikacreme, ein Kräutershampoo oder eine Ringelblumencreme erwerben. Der Pflegerhof bietet auch Kräuter-Jungpflanzen zum Kauf an – die bemerkenswerte Anzahl von 500 Heil- und Gewürzjungpflanzen wird hier angeboten.

Besichtigung des Kräuteranbaus

Wer sich ein genaues Bild über den Kräuteranbau am Pflegerhof machen möchte, der sollte von dem Angebot einer Betriebsbesichtigung Gebrauch machen. Der Pflegerhof kann in den Monaten Mai bis September jeweils nach vorheriger Terminvereinbarung besichtigt werden. Während der Betriebsbesichtigung werden die Interessierten über ein Kräuterfeld geführt, es wird ein Einblick in den Bereich der Trocknung und des Rebelns der Kräuter gegeben. Zudem erhalten alle, die an der Besichtigung teilnehmen, wertvolle Informationen, wie die Kräuter richtig gelagert werden.

Die Besucher haben nach der Besichtigung die Möglichkeit, den Kräuterlehrpfad zu begehen oder sich den Kräuterschaugarten anzusehen. Wohl die wenigsten Besucher gehen nicht wieder nach Hause, ohne sich im Hofladen einige Kräuter mitzunehmen.

Eine Besichtigung des Kräuteranbaus dauert zwischen 60 und 90 Minuten.

Südtirolerin des Jahres

Martha Mulser vom Pflegerhof wurde aufgrund ihrer vorbildlichen Leistung, die sie mit dem Aufbau ihres Kräuterbetriebes geschafft hat, bereits im Jahr 2002 als „Südtirolerin des Jahres“ ausgezeichnet. Die Leserinnen und Leser des Gesellschaftsmagazins „Die Südtirolerin“ honorierten die Leistung Martha Mulsers, dass sie zusammen mit ihrer Familie einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb aufgebaut hat.

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