Sankt Peter am Bühel

Die Kirche in Peterbühel in Völs am Schlern

Westlich des Dorfzentrums von Völs am Schlern, einem Hauptort im Schlerngebiet in Südtirol, befindet sich die Fraktion Peterbühl. Auf dem höchsten Punkt dieses Ortes thront mit der St. Peter-Kirche ein kleines Gotteshaus, welches aufgrund seiner erhabenen Lage bereits von weitem sichtbar ist.

Mit der Kirche bzw. dem Platz, auf dem die Kirche erbaut wurde, ist bereits eine extrem lange Geschichte verbunden. Beim Peterbühl – wird teilweise auch Heidenbühel bezeichnet – handelt es sich nämlich um einen Platz, dessen erste Nutzung anhand von Funden auf mehrere Jahrtausende in die Vergangenheit datiert werden konnte. Damit handelt es sich beim Peterbühl um den ältesten besiedelten Platz der heutigen Gemeinde Völs am Schlern.

Die St. Peter-Kirche

Die Kirche Sankt Peter am Bühel wurde dem ersten Papst – den die katholische Kirche mit Petrus sieht – geweiht. „Der Fels, auf dem ich meine Kirche bauen möchte“, wurde hier nahezu sprichwörtlich genommen und das Gotteshaus auf diesem Felshügel, einem Porphyrblock, errichtet.

Mit der Errichtung der Kirche Sankt Peter am Bühel wurde der einstige Kultplatz verchristlicht.

Die Kirche in Peterbühel wurde bereits zur Zeit des 12./13. Jahrhunderts erbaut und geht damit bis auf die romanische Zeit zurück. Die erste Erwähnung der Kirche stammt aus dem Jahr 1371. Aus dieser Zeit stammen neben dem Langhaus und der Apsis auch die unteren Teile des Kirchturms.

Das Kirchenschiff, dass ursprünglich als flach gedecktes Schiff erbaut wurde, wurde um das Jahr 1489 mit einem Netzrippengewölbe eingewölbt. Ebenfalls entstand bei den Umbauarbeiten Ende des 15. Jahrhunderts das aus rötlichem Sandstein bestehende Südportal.

Im Seitenportal der Kirche sind die Wappen der Herren von Völs und Firmian zu sehen. Ebenfalls sind über den Türen die gekreuzten Petrusschlüssel dargestellt.

Ein Brand nach einem Blitzeinschlag im Jahr 1862 hatte den Kirchturm stark beschädigt, sodass dieser neu eingedeckt werden musste. Im Zuge dieser Arbeiten wurde der Kirchturm mit dem heutigen Krüppelwalmdach ausgestattet.

Sehenswert ist die Kirchentüre im Süden. Diese an der Außenseite reich verzierte Holztüre lädt die Besucher mit „Grüss Gott tritt ein bring Glück herein“ ein, sich die Kirche auch von Innen anzusehen.

Der Kirchenaltar

In der Kirche war ein Flügelaltar, welcher sich heute allerdings nicht mehr in der Kirche befindet. Dieser gestiftete Altar kann im Pfarrmuseum (dieses Museum befindet sich in der St. Michaelskapelle bei der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Völs am Schlern) bewundert werden; dorthin wurde der Altar aus Sicherheitsgründen gebracht.

Auf den Innenseiten der Altarflügel ist der Heilige Paulus und der Heilige Andreas zu sehen, auf der Außenseite der Türen (welche damit im geschlossenen Zustand des Altars zu sehen sind) ist eine Verkündigung mit einem Engel und Maria zu sehen. Im Sockel des Altars ist die Heilige Katharina auf der linken Seite und die Heilige Barbara auf der rechten Seite zu sehen. Im Schrein des Altars ist Petrus und die beiden Johannes abgebildet.

Die Nutzung des Peterbühel

Die Geschichte von Peterbühel reicht bis in die Vor- und Frühgeschichte des unteren Eisacktals zurück. So fand man an diesem Ort Spuren, die von einer Besiedlung und Gottesverehrung bis ins dritte Jahrtausend vor Christus zurückreichen. Dort, wo sich heute die Kirche Sankt Peter am Bühel befindet, soll einmal ein Sonnentempel errichtet worden sein. Ein solcher Tempel ist auf der Höhe des Peterbühels auch leicht vorstellbar, da dieser Ort besonders von der Sonne verwöhnt wird und sich daher für die Vorfahren zur Errichtung eines Sonnentempels hervorragend eignete.

Weitere Artikel zum Thema:

Wer ist online

Aktuell sind 695 Gäste und keine Mitglieder online

Empfehlungen