Hexenstein am Völser Weiher

Der Hexenstein am Völser Weiher

Verlässt man den Völser Weiher und geht ein Stück den Waldweg entlang, der nach Seis führt, befindet sich nach einem kurzen Stück auf der rechten Seite ein auffallend großer Stein – der sogenannte Hexenstein. Der Hexenstein ist ein lang gezogener Felsen, der an großen Flächen mit Moos überzogen ist.

Über so viele Gegenstände im Schlerngebiet gibt es eine Legende. So hat natürlich auch der Hexenstein eine Legende, die auf einer Tafel, die direkt an dem Stein angebracht ist, nachgelesen werden kann.

Versammlungsort der Hexen

Wie auf der Informationstafel zu lesen ist, sollen sich die Hexen aus der Gegend auf dem Stein getroffen haben. Aus diesem Grund bekam der Stein den Namen „Hexenstein“.

Die Legende – wie auf der Infotafel zu erfahren ist – weiß aber auch zu erzählen, dass an einem Sommerabend der damalige Pfarrer aus Völs am Schlern in der Nähe des Hexensteines geruht haben soll. Jener Pfarrer hatte es sich zur Aufgabe gemacht, gegen das Hexenvolk zu kämpfen. Dabei hat er so manches Unheil in seinem heiligen Eifer abwenden können. Durch Gebete und durch rechtzeitiges Wetterläuten konnte er so manches von den Hexen gebraute Hochgewitter abwenden.

Der Pfarrer, der sich lediglich in dem weichen Moos am Hexenstein etwas ausruhen wollte, soll dann doch etwas fester eingeschlafen sein. Erst als es stockdunkle Nacht war und es zwölf Uhr vom Völser Turm schlug, erwachte er aus seinem Schlaf. So kam es auch, dass er die Versammlungen der Hexen, die einen ohrenbetäubenden Lärm machten und neben dem Hexenstein wilde Tänze aufführten, hautnah miterleben musste.

Als eines der Hexen den Pfarrer entdeckte, fielen sie über ihn her und misshandelten ihn, bis er kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Zerkratzt und verstümmelt soll man den Pfarrer am nächsten Morgen in zerrissener Kleidung gefunden haben. Daher wird auch heute noch darauf hingewiesen, dass „es hier am Hexenstein und in seiner nächsten Umgebung nicht geheuer ist“.

Nur eine Legende

Es ist gut zu wissen, dass es sich hierbei um eine erfundene Geschichte handelt. Denn wie kann es sein, dass das Böse über Gott siegt? Hätte sich die Sache tatsächlich zugetragen, hätte Gott sicherlich eingegriffen und ein Kind vor den Hexen bewahrt, oder? Ja, es gibt so viele Beispiele, in denen der Gott der Bibel eingegriffen hat und Menschen vor bösen Mächten oder bösen Menschen in letzter Sekunde gerettet hat. Es wird nur so wenig darüber gesprochen. Doch ist dies kein Automatismus.

Andere wiederum haben trotz eines Hilferufs zu ihrem Gott keine Rettung erfahren. Dabei ist klar: Das bedeutet niemals, dass das Böse stärker als Gott ist. Gott hat seinen Sohn Jesus Christus am Kreuz an unserer Stelle verbluten lassen, damit er seine ewigen Pläne mit uns verwirklichen kann, die über dieses Leben hinaus bis in die Ewigkeit reichen.

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