Molignon

Der Molignon in den Südtiroler Dolomiten

Der Molignon ist ein 2.845 Meter hoher Berg in den Südtiroler Dolomiten. Der Molignon befindet südlich der Seiser Alm und liegt damit im Naturpark Schlern-Rosengarten. Beim Molignon handelt es sich um einen eher weniger bekannten Dolomitengipfel.

Geographische Lage

Konkret befindet sich der Molignon südlich der Rosszähne und nördlich der Grasleitenspitzen. Aufgrund dieser Lage, kann der Molignon vom Hochplateau der Seiser Alm nicht gesehen werden. Erst wenn man von der Mahlknecht Hütte (Rifugio Moligon) in Richtung Tierser Alpl wandert, zeigt sich der Molignon in südlicher Richtung in seiner ganzen Pracht.

Über den Laurenzi-Klettersteig auf den Moliginon

Über den Laurenzi-Klettersteig kommt man vom Tierser Alpl auf den Molignon. Hierfür nimmt man zuerst den Steig Nr. 554, der in Richtung Rosengarten zum Molignonpass verläuft. Ein kleines Stück vor dem Molignonpass geht es linkerhand weiter auf dem markierten und beschilderten Pfad zum ersten Seil. Über das erste Seil geht es auf den Kamm und über diesen zum Hochplateau und zum 2.778 Meter hohen nordwestlichen Gipfel des Molignons.

Zum eigentlichen Einstieg kommt man dann etwas weiter östlich. Über einen Grat erreicht man die Gipfelkuppe des mittleren Molignons auf einer Höhe von 2.845 Metern, wo sich die höchste Stelle des Molignons befindet. Auffallend ist an dieser Stelle, dass mitten im hellen Kalkgestein – das für die „weiße“ Farbe der Dolomiten verantwortlich ist – sich auch ein dunkles Gestein befindet. Dieses stammt aus einem Lavaausbruch.

Vom mittleren Molignon geht es in südlicher Richtung wieder steil nach unten, bis man an das obere Ende einer Geröllrinne ankommt. Hier enden auch die fixen Seilsicherungen. Durch die Geröllrinne geht es nach unten bis zum Antermoja See. Von hier hat man dann die Möglichkeit, wieder über den Antermojapass, den Grasleitenpass und den Molignonpass zum Tierser Alpl zurückzukommen und von hier seine Tour fortzusetzen, z. B. zum Compatsch auf der Seiser Alm, wo man dann mit der Umlaufbahn Seis – Seiser Alm nach Seis am Schlern fahren kann.

Die Tour, für die man etwa acht Stunden einplanen sollte (von/bis Tierser Alpl), gilt als schwierig und sollte daher nur von erfahrenen Bergsteigern oder mit einem Bergführer zurückgelegt werden.

Alternativ kann man vom Antermojasee und der Antermoja-Hütte auch über den Passo di Dona und Passo Ciaregole in das Duron-Tal (Val Duron) absteigen und zum Parkplatz in Capitello gelangen.

Historisches zum Laurenzi-Klettersteig

Der Laurenzi-Steig wurde im Jahr 1986 von Max Aichner, der auch das Tierser Alpl erbaut hatte, eröffnet. Den Steig widmete er seiner Frau Laura, weshalb es zu der Namensgebung kam. Am 12.09.2018 wurde der Laurenzi-Steig (zusammen mit dem Maximilian-Klettersteig) von Pastor Franz Pixner gesegnet und in diesem Zuge auch dem AVS (Alpenverein Südtirol) – Sektion Schlern übergeben. Der AVS wird nun die regelmäßigen Begehungen und Kontrollen vornehmen und damit den Klettersteig erhalten und stets an die Sicherheitsstandards anpassen.

Weitere Artikel zum Thema:

Wer ist online

Aktuell sind 571 Gäste und keine Mitglieder online