Hammerwand, Croda del Magio

Die Hammerwand – Croda del Magio

Die Hammerwand ist ein Berg in den westlichen Dolomiten. Der Berg befindet sich südlich des Schlerns und nordöstlich von Tiers am Schlern und nordwestlich von St. Zyprian in Südtirol und liegt damit in der Ferienregion der Seiser Alm und des Schlerngebietes.

Die Hammerwand – auf Italienisch: Croda del Maglio – hat eine Höhe von 2.124 Meter über dem Meeresspiegel. Das Gipfelkreuz befindet sich nördlich des höchsten Punktes der Hammerwand auf einer Höhe von 2.070 Metern über dem Meeresspiegel.

Östlich der Hammerwand befindet sich der Mittagskofel (2.192 Meter über dem Meeresspiegel); die Völseggspitz befindet sich mit einer Höhe von 1.834 Metern in südöstlicher Richtung.

Die Wanderung auf die Hammerwand

Route über Tschafonhütte

Wer auf die Hammerwand wandern möchte, kann die Wanderung von Weißlahnbad, einer Fraktion der Gemeinde Tiers am Schlern, starten. Weißlahnbad befindet sich nördlich von St. Zyprian. Bei der bekannten St. Zyprian-Kirche nimmt man die Azweigung Richtung Weißlahnbad und folgt zum gut ausgeschilderten Wanderparkplatz.

Bei Wanderparkplatz nimmt man zunächst den Wanderweg zur Tschafon/Tschfonhütte; hierbei handelt es sich um den Wanderweg Nr. 4 A. Die Tschafonhütte erreicht man nach etwa eineinhalb Stunden Wanderzeit. Ein kleines Stück vor der Tschafonhütte zweigt rechterhand der Weg Nr. 9 ab, der in Richtung Hammerwand führt. Der Weg wird im Verlauf immer schmaler, wobei die Hammerwand immer gut ausgeschildert ist.

Bevor man das Gipfelkreuz erreicht, gelangt man zu einem Vorgipfel. Sowohl von diesem Vorgipfel als auch vom Gipfelkreuz bietet sich eine traumhafte Aussicht, welche die Mühen des Aufstiegs schnell vergessen lassen. Von der Hammerwand hat man einen sehr schönen Blick auf den Schlern, aber auch über das Eisacktal hinweg bis zum westlich des Eisacks liegenden Ritten.

Von Weißlahnbad bis zur Hammerwand sollten etwa dreieinhalb Stunden Wanderzeit eingeplant werden.

Für den Rückweg nimmt man den gleichen Weg wie für den Hinweg (in umgekehrter Reihenfolge). Für den Rückweg bzw. Abstieg benötigt man etwa – da es überwiegend bergab geht – etwa zwei Stunden Wanderzeit.

Route durch die Bärenfalle

Eine wesentlich anspruchsvollere Route führt – ebenfalls mit Start am Wanderparkplatz in Weißlahnbad – durch die Bärenfalle.

Von Wanderparkplatz in Weißlahnbad nimmt man zunächst den Wanderweg Nr. 2, der in nordöstliche Richtung zur Bärenfalle führt. Anfangs führt der Weg nur leicht ansteigend durch einen Föhrenwald bis zum Tschetterloch.

Informationen zum Tschetterloch

Beim Tschetterloch handelt es sich um eine kleine Berghöhle im Dolomitengestein, die man sich – wenn man hier schon einmal angekommen ist – einmal genauer ansehen sollte. Allerdings wird man schon mit einem Hinweisschild am Weg zum Tschetterloch darauf hingewiesen, dass die Höhle nur mit einer entsprechenden Ausrüstung zu begehen ist. Am Ende des Tschetterlochs erreicht man einen Raum, der mit einem Tisch und mit Bänken – so könnte man die herumliegenden Steinblöcke interpretieren – ausgestattet ist. Über das Tschetterloch gibt es die verschiedenen Varianten, für was diese Höhle einmal gedient haben könnte. So spekuliert man, dass das Tschetterloch zum Unterschlupf von Hirten oder zum Abhalten von Gottesdiensten während der Christenverfolgung gedient haben könnte.

Vom Tschetterloch führt die Route durch eine Schlucht bis zur Bärenfalle. Die Bärenfalle führt in nördliche Richtung zum Tschafatschsattel. Die Bärenfalle ist mit Holztreppen und Holzbrücken ausgestattet. Ein geschnitzter großer und hölzerner Bär in etwa der Mitte der Bärenschlucht wird dem einen oder anderen Wanderer noch länger in Erinnerung bleiben.

Hat man die Bärenschlucht durchquert, zweigt an deren Ende beim Tschafatschsattel linkerhand der Weg Nr. 9 in Richtung Schafköpfe und Nigglberg ab. Beim Niggelkopf (Weiße Köpfe, Municola), der sich auf einer Höhe von 2.164 Metern über dem Meeresspiegel befindet, erreicht man den höchsten Punkt der Wanderung und steigt von hier zur Nigglscharte ab. Von der Nigglscharte geht es rechterhand weiter zum Gipfelkreuz der Hammerwand.

Für den Rückweg vom Gipfelkreuz geht man wieder ein kleines Stück zurück und folgt dann bei der Abzweigung (also am Ende der Nigglscharte) rechterhand den Weg Richtung Tschafonhütte (s. oben: Route über Tschafonhütte). Über die Tschafonhütte und den Weg Nr. 4 A geht es schließlich wieder zurück zum Wanderparkplatz nach Weißlahnbad.

Für diese Rundwanderung ist eine gute Kondition, Trittsicherheit und auch Schwindelfreiheit erforderlich. Die Wanderzeit beträgt etwa sechs bis sieben Stunden.

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