Tschamintal

Das Tschamintal, wildromantisches Tal an der Südseite des Schlerns

Eine absolut empfehlenswerte Wanderung ist die Wanderung durch das Tschamintal – auf Italienisch: Valle di Ciamin – im Süden des Schlerns. Dieses Tal gilt als wildromatisches Tal und verläuft von Weißlahnbad im Westen bis zu den Grasleitenspitzen im Westen. Südlich des grünen Tschamitales erstreckt sich der Tschaminwald; durch das Tal verläuft der gleichnamige Tschminbach.

Während der Wanderung kann man über weite Stücke hinweg die Dolomitengipfel des Rosengartens bestaunen.

Bei der Wanderung durch das Tschamintal handelt es sich um eine relativ leichte Wanderroute, welche keine besonderen konditionellen Anforderungen erfordert.

Über das Tschamital kann man jedoch auch die Wanderung fortsetzen und ausgedehnte Routen bis zum Tierser Alpl bzw. bis zu den Schlernhäusern weiterwandern, welche dann jedoch in zeitlicher und konditioneller Hinsicht größere Anforderungen stellen.

Die Wanderroute

Die klassische Wanderroute durch das Tschamintal beginnt bei Weißlahnbad, einer Fraktion der Gemeinde Tiers am Rosengarten. Weißlahnbad befindet sich oberhalb, also nördlich, von St. Zyprian. Die Wanderung beginnt beim Naturparkhaus; ein kurzes Stück vor dem Naturparkhaus befindet sich ein Parkplatz mit ausreichend Stellplätzen.

Der erste Wegabschnitt führt vom Parkplatz über den Weg Nr. 3 zur Tschaminschwaige, welche bereits nach etwa fünf Minuten Wanderzeit erreicht wird. Von der Tschaminschwaige geht der Wanderweg Nr. 3/585 weiter in östlicher Richtung (hierzu muss man den Tschaminbach über die Brücke direkt vor der Tschaminschwaige überqueren). Der Weg führt nach oben und verengt sich mit der Zeit immer mehr, sodass das Tschamintal schon sehr bald wie eine Schlucht wirkt.

Die Quellen: Schwarzen Letten / Hohen Steg

Man kommt zunächst am „Schwarzen Letten“ vorbei. Hierbei handelt es sich um eine glasklare Quelle. Ein Hinweisschild beschreibt, dass es sich bei einem „Letten“ eigentlich um Schlamm handelt, aber das Wasser hier mit silberhellen Perlen in der Sonne blitzt.

Ebenso passiert man den „Hohen Steg“. Auch hierbei handelt es sich um eine traditionsreiche Quelle, welche für die wundersame Heilwirkung – wie viele andere Tierser Bächlein – bekannt ist. Der Volksmund weiß zu berichten, dass ein Spengler von Tiers mit Hilfe des „Magenwasserle“ seine Magenbeschwerde überwinden konnte.

Nach etwa 45 Minuten Wanderzeit – von Weißlahnbad aus gerechnet – erreicht man eine Forststraße, welche man linkerhand weitergeht. Wiederum ein kurzes Stück später kommt teilen sich die Wege; hier läuft man erneut linkerhand weiter. Die nächsten etwa 30 Minuten läuft man parallel des Tschaminbaches und erreicht dann die Lichtung des „Rechter Leger“.

Rechter Leger

Beim „Rechter Leger“ handelt es sich um ein größeres Wiesenstück, auf dem sich eine unbewirtschaftete Hütte, ein Kruzifix und auch einige Bänke befinden. Hier befindet man sich auf einer Höhe von 1.600 Metern über dem Meeresspiegel und kann einen traumhaften Ausblick auf die Spitzen des Rosengartengebirges, die Vajolet-Türme und die Grasleitenspitzen genießen. Das Panorama ist das „Highlight“ der Wanderung durch das Tschamintal und wird sicherlich den Wanderern noch lange Zeit in Erinnerung bleiben. Das große Wiesenstück „Rechter Leger“ wird von den Wanderern gerne genutzt, um eine Rast einzulegen und die Idylle des Tschamintales zu genießen.

Für den Rückweg nach Weißlahnbad nimmt man den gleichen Weg, den man für den Hinweg genommen hat.

Wanderung bis zum Tierser Alpl oder Schlernhaus

Vom „Rechter Leger“ kann man die Wanderroute bis zum Tierser Alpl fortsetzen. Hierzu nimmt man zunächst weiterhin den Wanderweg Nr. 3/585 (in östlicher Richtung), der am Talschluss zum Eingang des Bärenlochs führt; hier nicht in Richtung Grasleitenhütte weitergehen, sondern linkerhand den Weg in Richtung Bärenloch (in nördliche Richtung) nehmen. Durch das Bärenloch führt ein Bergpfad hinauf, der auf felsigem Grund – teils relativ steil – verläuft und auch größere Trittsicherheit erfordert. Der letzte, also obere Teil, des Aufstiegs durch das Bärenloch ist streckenweise gesichert.

Am Ende des Bärenlochs stößt man auf den Wanderweg, welcher vom Schlern zu den Rosszähnen (bzw. vom Schlernhaus zum Tierser Alpl) führt. Geht man links weiter, kommt man – vorbei an der Roterdspitz – auf den Schlern und zum Schlernhaus. Geht rechts weiter, kommt man zu den Rosszähnen bzw. zum Tierser Alpl.

Wanderung bis zur Grasleitenhütte

Auch eine Wanderung zur Grasleitenhütte (Rifugio Bergamo) ist möglich. Vom Rechter Leger nimmt man (wie auch für die Wanderung zum Tierser Alpl bzw. Schlernhaus) den Wanderweg Nr. 3/585 und folgt der Beschilderung Richtung Grasleitenhütte. Über den Weg Nr. 3 erreicht man die Grasleitenhütte, für die man vom Rechter Leger etwa drei Stunden Wanderzeit einplanen sollte.

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