König Laiadro und der Langkofel

Wie der Langkofel zu seinem Namen kam

Der Langkofel begrenzt zusammen mit dem Plattkofel den östlichen Teil der Seiser Alm. Die beiden mächtigen Bergstöcke geben der Seiser Alm, der größten Hochalm Europas, ihr unverwechselbares Aussehen. Auf zahlreichen Fotomotiven ist der Lang- mit dem Plattkofel abgebildet und dient als Werbeträger für das gesamte Schlerngebiet. Und natürlich gibt es über die Entstehung des Langkofels auch eine Sage – nämlich die Sage des König Laiadro.

Der einsame König

An der Stelle, an der heute der Langkofel steht, soll sich einst das Schloss von König Laiadro befunden haben. Der König war einsam, verlassen und auch verbittert. Er fand ausschließlich an seinen blühenden Wiesen noch Freude.

Eines Tages kam aus einem fernen Land eine Königin in der Abenddämmerung herangeflogen. Diese hatte einen schwerkranken Sohn. Daher hatte sie die Bitte an König Laiadro herangetragen, ihr zur Heilung ihres totkranken Kindes ein Kraut von seinen Wiesen zu überlassen. Mit diesem Kraut erhoffte sie, ihren Sohn wieder heilen zu können. König Laiadro hatte die Bitte der herangeflogenen Königin jedoch ausgeschlagen, da seine blühenden Wiesen ihn viel mehr Wert waren, als diese für den kranken Sohn der Königin zu opfern.

Als die Königin nach der ausgeschlagenen Bitte wieder in den Lüften entschwand – also auf dem gleichen Weg, wie sie gekommen war – zog über dem Schloss König Laiadros ein fürchterlicher Sturm auf. Die Erde bebte gewaltig und an der Stelle, an der das Schloss stand, öffnete sich der Erdboden und ein gewaltiger Turm wuchs in den Himmel. Von der Spitze jenes Turmes warf sich König Laiadro in seinem unerträglichen Grauen in die Tiefe.

Die Hirten auf der Seiser Alm waren am nächsten Morgen mehr als überrascht, als sie den gewaltigen Turm, welcher am Vortag ja noch nicht da war, sahen. Mit großem Erstaunen fragten sie sich, wo denn dieser lange Kofel herkam. Seitdem heißt der Berg Langkofel.

Hinweis

Der Langkofel hat eine Höhe von 3.181 Metern. Sein Aussehen, vor allem wenn man den Berg von seiner Nord- und Ostseite betrachtet, gab ihm den passenden Namen. Denn er ragt wie ein langer, schlanker Felsenturm in den Himmel. Auf Italienisch wird der Langkofel „Sasso Lungo“ genannt.

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