Sankt Oswald-Kirche Kastelruth

Die St. Oswald-Kirche in Kastelruth

In der Kastelruther Fraktion St. Oswald befindet sich die gleichnamige St. Oswald-Kirche, welche dem Ort ihren Namen gegeben hat und gleichzeitig das Ortsbild maßgeblich prägt.

An den Hängen des Südtiroler Schlerngebietes, welche sich in das Eisacktal erstrecken, liegt der kleine Weiler St. Oswald. Hierbei handelt es sich um eine Fraktion der Marktgemeinde Kastelruth. St. Oswald kann als Streusiedlung bezeichnet werden. Aufgrund der Lage nahe dem Eisacktal ist St. Oswald die tiefst gelegenste Fraktion von Kastelruth.

In unmittelbarer Nähe zur Feuerwehrhalle von St. Oswald befindet sich die St. Oswald-Kirche. Hierbei handelt es sich um eine Filialkirche der Pfarrkirche von Kastelruth. In dem ruhigen und verträumten Weiler gibt die St. Oswald-Kirche, insbesondere wenn man diese von der nördlichen Seite bestaunt, mit dem dahinter liegenden Schlernmassiv (Schlern, Santner, Mull) ein traumhaftes Bild ab.

Die Geschichte der St. Oswald-Kirche

Die St. Oswald-Kirche wurde bereits in der romanischen Zeit errichtet. Erstmals wurde die Kirche im Jahr 1234 urkundlich erwähnt.

In der gotischen Zeit kam es zu einer Umgestaltung der Kirche, im Rahmen derer das Gotteshaus mit prachtvollen Fresken versehen wurde. Eine Familie von Wolkenstein hat hierzu finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Es kann vermutet werden, dass es sich bei den Geldmitteln um eine Unterstützung durch Oswald von Wolkenstein handeln könnte; wenngleich diese Vermutung nicht nachgewiesen ist.

Durch den Kirchturm mit seinem roten Zwiebeldach und auch dem Flügelaltar ist erkennbar, dass es später zu einer Barockisierung der Kirche kam. In den 1970er Jahren erfolgte eine Restaurierung. Im Rahmen der Restaurierung kamen die uralten Malereien wieder zur Geltung. Die Malereien stammen aus der Malerschule des Meisters Leonhard von Brixen.

In der Kirche wird auf dem Hochaltarbild, welches ein Ölgemälde von Franz Sebald Unterberger ist, unter anderem der Heilige Oswald gezeigt.

Der Heilige Oswald

Beim Heiligen Oswald, der der Kirche und dem Ort im Südtiroler Schlerngebiet seinen Namen gab, handelt es sich um „Oswald von Northumbrien“. Dieser lebte in der Zeit von 604 bis 642. Der (katholische) Gedenktag des Heiligen Oswald ist jährlich am 05. August; hierbei handelt es sich um den Todestag des Heiligen Oswalds.

Im Kloster Iona in Schottland erhielt er seine christliche Erziehung und wurde dort auch christlich getauft.

Der Heilige Oswald war König in Britannien. Vor einer von ihm geführten Schlacht von Heavenfield, welche er gegen den Briten Cadwallon führte, errichtete Oswald ein Kreuz. Die Schlacht hatte er gewonnen und dem Kreuz werden Wunder nachgesagt. Die Späne des Kreuzes sollen der Legende nach, wenn sie in Wasser gestreut wurden, eine heilende Wirkung gehabt haben.

Im Zusammenhang mit dem Heiligen Oswald wird bildlich oftmals ein Rabe mit einem Ring im Schnabel dargestellt. Der Rabe soll der Legende nach den Verlobungsring an seine Braut überbracht haben. Auch im Zusammenhang mit der Krönung Oswalds spielt ein Rabe eine besondere Rolle. So soll – ebenfalls der Legende nach – während der Zeremonie das Chrisamöl gefehlt haben. Dieses wurde von einem Raben in einem kostbaren Gefäß angeflogen.

Der Heilige Oswald wurde aufgrund seines Glaubens ermordet. Es soll an der Örtlichkeit des Martertodes eine Quelle entsprungen sein.

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