Matrei Osttirol

Gemeindepartnerschaft zwischen Kastelruth und Windisch-Matrei

Nahezu jede Stadt oder Gemeinde geht eine Städte- bzw. Gemeindepartnerschaft ein. So ist auch Kastelruth im Südtiroler Schlerngebiet zwei Gemeindepartnerschaften eingegangen, welche bis heute bestehen und durch regen Austausch gepflegt werden.

Die erste Gemeindepartnerschaft ist Kastelruth bereits im Jahr 1975 mit der osttiroler Marktgemeinde Matrei eingegangen. Im Jahr 1986 folgte dann eine Partnerschaft mit bayerischen Gemeinde Rottach-Egern (s. auch: Kastelruth, Partnerschaft mit Rottach-Egern).

Die Partnerschaftserklärung am 07.09.1975

Die traditionellen Verbindungen zwischen den Südtiroler und Osttiroler Bewohnern sollten durch eine Gemeindepartnerschaft ausgebaut und vertieft werden. Mit diesem Ziel unterschrieben dann die Bürgermeister und Gemeinderäte der Gemeinden Kastelruth in Südtirol und Matrei in Osttirol die Partnerschaftsurkunde. Damit ging Kastelruth die erste Partnerschaft mit einer anderen Gemeinde ein.

Matrei in Osttirol

Dass Kastelruth mit Matrei eine Gemeindepartnerschaft eingegangen ist, kommt nicht von ungefähr. Beide Gemeinden haben eine ähnliche Vergangenheit und spielen heute im Fremdenverkehr eine bedeutende Rolle.

Die Einheimischen beider Gemeinden lebten in der Vergangenheit überwiegend von der Landwirtschaft, bei beiden Gemeinden handelt es sich um Bergdörfer und heute sind beide Gemeinden beliebte Urlaubsziele, die Jahr für Jahr zahlreiche Erholungssuchende anlocken. Die zwei Gemeinden haben daher auch eine relativ identische Struktur und ähnliche Interessen und Vorstellungen, weshalb eine Gemeindepartnerschaft zwischen den zwei Gemeinden auf der Hand lag.

Da es in Österreich zwei Gemeinden „Matrei“ gibt, wird die Kastelruther Partnergemeinde oftmals mit Matrei am Brenner verwechselt. Doch bei der Partnergemeinde handelt es sich um das Matrei in Osttirol am Fuße des Großvenedigers. Zur Unterscheidung der zwei Gemeinden wird Matrei in Osttirol auch oftmals „Matrei-Windisch“ bezeichnet und damit die historische Zugehörigkeit zu Kärnten herausgestellt.

„Matrei-Windisch“ bzw. „Matrei in Osttirol“ zählt heute knapp 4.700 Einwohner (Stand 01.01.2013: 4.684 Einwohner); das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 277,8 Quadratkilometern, womit Matrei die zweitgrößte Gemeinde des österreichischen Bundeslandes Tirol und die größte Gemeinde Osttirols ist. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von einer Höhe von 814 Metern über dem Meeresspiegel (Ortschaft Huben) bis hinauf auf eine Höhe von 3.674 Metern über dem Meeresspiegel; der höchste Punkt des Gemeindegebietes befindet sind am Großvenediger. Die Hohen Tauern mit dem gleichnamigen Tauerntal und den Nebentälern Gschlößtal, Landeggtal und Frosnitztal wie auch das obere Isental gehören ebenso zum Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol wie der Großvenediger und Teile der Vendigergruppe und der Granatspitzgruppe. Damit zeigt sich, dass Matrei stark von der Berglandschaft geprägt ist, weshalb die Gemeinde vor allem auch im Wintertourismus äußerst populär ist. Teilweise wird Matrei auch als das „Herz des Nationalparks Hohe Tauern“ bezeichnet.

Um die Partnerschaft mit Kastelruth auch bei den Straßennamen ersichtlich werden zu lassen, gibt es in Matrei eine „Kastelruther Straße“.

Neben Kastelruth pflegt Matrei auch noch eine Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde Korb (Deutschland, Baden-Württemberg) und der Gemeinde Nußdorf ob der Traisen (Niederösterreich).

Die Internetseite von Matrei in Osttirol kann unter: http://www.matrei-ost.tirol.gv.at aufgerufen werden.

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