Tschanstein

Die Geschichte des Tschanstein / Cionstoan

Die Wut des Kachler-Hans

Läuft man die Straße vom Compatsch auf der Seiser Alm in Richtung Saltria, kommt man an einen sehr großen Felsbrocken vorbei. Links am Wegerand liegt der tonnenschwere haushohe Felsbrocken fernab der Berge. Und die meisten Wanderer stellten sich schon die Frage, wie wohl dieser riesige Felsbrocken, auf den sogar eine Lerche wächst, an diese Stelle gekommen ist.

Leider hat man bis heute noch keine klare Erklärung über die Herkunft des Felsbrockens, der den Namen „Tschanstein“ oder „Cionstoan“ erhalten hat. Doch im Land der Sagen und Märchen hat auch dieser Stein an seinem seltsamen Ort seine ganz besondere Geschichte bekommen.

Der Kachler-Hans

Der Kachler-Hans, so erzählt man es heute den Kindern im Schlerngebiet, soll eines Tages in einem Wutausbruch von der Schlernspitze aus einen Felsbrocken mit seiner bloßen Kraft aufgehoben und in Richtung Seiser Alm geschleudert haben. Dieser Felsbrocken ist der Tschanstein.

Sicher ist kein Mensch imstande, einen Felsbrocken diesen Ausmaßes überhaupt hochzuheben oder gar über diese Entfernung zu werfen. Doch der Kachler-Hans war der Hexenmeister. Er war bekannt für seinen finsteren und erbitterten Blick. Und wenn sich der Kachler-Hans, der den Beinamen Hexenmeister“ erhalten hat, auf den Weg von St. Valentin auf die Seiser Alm gemacht hat, waren sich die Leute sicher, dass er wieder auf den Schlern geht, um dort mit den Hexen zu tanzen.

Der Kachler-Hans war stark wie ein Bär und – so die Sage – war sogar in der Lage, mit einem Sprung vom Schlern direkt auf seinen Balken des Bauernhauses zu springen.

Auch wenn die Erzählungen, wie der Tschanstein bzw. der Cioanstoan an seine heutige Stelle gekommen ist, nicht mehr als eine Sage sind, bleibt dessen Herkunft auch in Zukunft ein Geheimnis.

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